Anerkennung Leid

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Antrag auf finanzielle Leistungen in Anerkennung des Leids für Betroffene sexualisierter Gewalt

Verfahrensregelung für Leistungen in Anerkennung des Leids für Betroffene sexualisierter Gewalt

Kirche und Diakonie anerkennen erfahrenes Leid

Die Evangelische Kirche von Westfalen, die Lippische Landeskirche und die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe übernehmen Verantwortung in Anerkennung des Leids Betroffener sexualisierter Gewalt, das in ihren Einrichtungen und Arbeitsfeldern zugefügt und erlitten wurde.

Auch wenn eine Wiedergutmachung nicht möglich ist, so bringen Kirche und Diakonie durch das Angebot immaterieller und materieller Hilfen zum Ausdruck, dass sie das Leid der Betroffenen wahrnehmen und anerkennen und dass sie das Unrecht der Täter verurteilen.

Leistungen in Anerkennung des Leids für Betroffene sexualisierter Gewalt obliegen grundsätzlich allein den Tätern und ggf. den Institutionen, in deren Verantwortungsbereich der Missbrauch geschah.

Nicht verjährte Ansprüche müssen deshalb vorrangig gegenüber den unmittelbar verantwortlichen Personen oder Stellen geltend gemacht und ggf. auf dem Rechtsweg verfolgt werden.

Finanzielle Leistungen in Anerkennung erlittenen Leids

Für Fälle, in denen wegen Ablauf der Verjährungsfrist die Durchsetzung von Ansprüchen nicht mehr möglich ist, können finanzielle Leistungen in Anerkennung des erlittenen Leids beantragt werden.

Die finanzielle Leistung in Anerkennung des Leids wird in Höhe von 5.000 Euro gewährt. Diese Leistung erfolgt unabhängig von Art und Schwere des Unrechtes, das die Betroffenen erlitten haben. Die Leistung versteht sich weder als Wiedergutmachung noch als Entschädigung, sondern erkennt symbolhaft das zugefügte Leid an.

Leistungen in Anerkennung des Leids sind freiwillige Leistungen, die ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht erfolgen. Für diese freiwilligen Leistungen ist der Rechtsweg ausgeschlossen. Aus der Gewährung dieser freiwilligen Leistungen können keine neuen Rechtsansprüche hergeleitet werden oder etwa aus der Gewährung der freiwilligen Leistungen entstehen.

Über den Antrag entscheidet die von der Ev. Kirche von Westfalen, der Lippischen Landeskirche und der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe eingesetzte unabhängige Kommission für finanzielle Leistungen in Anerkennung des Leids.

"Ehemalige" Betroffene können sich an die Fachstelle wenden. Sie ist zugleich die Geschäftsstelle der unabhängigen Kommission für finanzielle Leistungen in Anerkennung des Leids.

 

 

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